Die Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts als Recht grenzüberschreitender Verträge

Die Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts als Recht grenzüberschreitender Verträge

von: Friedrich Blase Reihe: Beiträge zum Internationalen Wirtschaftsrecht Erscheinungstermin: Juni 2001 Umfang: XXIII, 409 Seiten Kooperation: Publiziert in Zusammenarbeit mit quadis, Frankfurt/Main.

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Beschreibung
Die Anwendung privat ausgearbeiteter Rechtsregeln auf grenzüberschreitende Verträge gehört zu den meistdiskutierten Themen der heutigen Vertragsrechtswissenschaft und -praxis. Die vorliegende Arbeit stellt sowohl einen Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte, als auch einen Leitfaden für die Vertragsgestaltung und Streitschlichtung dar.

Die Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts (Principles of European Contract Law - PECL) sind der archimedische Punkt in der Diskussion um ein einheitliches europäisches Vertragsrecht. Sie wurden von einer Expertenkommission unter dem Vorsitz des dänischen Rechtsprofessors Ole Lando erarbeitet. Die 1999 vorgelegte Fassung der gesetzesähnlich formulierten Regeln behandelt fast alle Fragen der Rechtsgeschäftslehre und des allgemeinen Schuldrechts. Das Regelwerk bietet sich als Zusammenfassung der vertragsrechtlichen Grundsätze in der Europäischen Union an und will sowohl in der kautelarjuristischen als auch der forensischen Praxis Verwendung finden.

Die Arbeit analysiert umfassend die Möglichkeiten und Bedingungen für die Verwendung der PECL als Statut grenzüberschreitender Verträge. Hierzu werden vier denkbare Szenarien dargestellt:
(1) die Parteien vereinbaren die Anwendung der PECL;
(2) die Parteien vereinbaren die Anwendung von "allgemeinen Rechtsgrundsätzen", "lex mercatoria" u.ä.;
(3) die Parteien schließen die ansonsten anwendbaren Rechtsordnungen aus;
(4) die Parteien treffen keine Vereinbarung über das Vertragsstatut.
In jede Problemstellung wird mit praktischen Beispielsfällen eingeführt; anschließend werden die Entscheidungsmöglichkeiten für Parteien, ihre Rechtsberater und die mit der Schlichtung befaßten (Schieds-)Richter detailliert aufgezeigt.

Dr. Friedrich Blase studierte Rechtswissenschaft in Köln, Münster und Berlin und absolvierte das Rechtsreferendariat am Landgericht Dortmund. Nach seiner Tätigkeit als Präsident der Moot Alumni Association (MAA) und Gründungsgeschäftsführer des Center for Transnational Law (CENTRAL) arbeitete er einige Jahre für eine internationale Rechtsanwaltskanzlei. Seit 2003 ist er Unternehmensberater für Anwaltskanzleien. Für die Arbeit ist Dr. Friedrich Blase mit dem Harry-Westermann-Preis der Universität Münster ausgezeichnet worden.

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