Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert
Symposium zum 65. Geburtstag von Professor Dr. Ulrich Spellenberg

Edited by Robert Freitag, Stefan Leible, Harald Sippel, Ulrike Wanitzek

February 2006
Ca. 230 pages

Quanity:



Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert
Am 27. Mai 2005 vollendete Professor Dr. Ulrich Spellenberg sein 65. Lebensjahr. Zu den Forschungsschwerpunkten des Jubilars zählt das Internationale Familienrecht, das er insbesondere durch seine Bearbeitung des Internationales Verfahrensrecht in Ehesachen im "Staudinger" mitgeprägt hat und das aufgrund der stetig steigenden Mobilität der Menschen sowie der teilweise hektischen Gesestzgebungsaktivitäten der Europäischen Gemeinschaften im Internationalen Zuständigkeits- und Anerkennungsrecht in Familiensachen (Stichworte "Brüssel II-Verordnung" und "Brüssel IIa-Verordnung") auch künftig an Bedeutung gewinnen wird. So befindet sich ein Projekt zur europäischen Vereinheitlichung des Internationalen Privatrechts in Familiensachen ("Rom III-Verordnung") bereits im Vorbereitungsstadium. Es bedarf daher eines Augenblicks des Innehaltens, um auf der Basis einer fundierten Bestandsaufnahme des erreichten status quo neue Ausblicke auf künftige Entwicklungslinien der Materie zu eröffnen.

In den in diesem Band veröffentlichten Beiträgen, die aus einem am 27./28. Mai 2005 an der Universität Bayreuth veranstalteten Symposium hervorgegangen sind, zeigen namhafte Weggefährten des Jubiliars aus dem In- und Ausland die aktuellen Tendenzen und Perspektiven des Familienrechts aus der Sicht des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts wie auch der Rechtsvergleichung auf. Eingegangen wird u.a. auf die Einflüsse der Globalisierung auf die Wahl der Anknüpfungsmomente im Internationalen Familienrecht, Wandlungen und Perspektiven des familienrechtlichen ordre public, Probleme der Vereinheitlichung des Internationalen Familienverfahrensrechts ohne gleichzeitige Kollisionsrechtsvereinheitlichung, die Konturen einer Rom III-Verordnung, Perspektiven einer Vereinheitlichung des materielles Familienrecht in Europa und Entwicklungstendenzen des islamischen Familienrechts. Das Werk ist unverzichtbar für alle mit dem Internationalen Familienrecht befassten Wissenschaftler und Praktiker.


Der Band enthält folgende Beiträge:

Einführung: Internationales Familienrecht für das 21. Jahrhundert
Stefan Leible

Der Einfluss der Globalisierung auf die Wahl der Anknüpfungsmomente im Internationalen Familienrecht
Christian Kohler

Wandlungen und Perspektiven des familienrechtlichen ordre public
Hans Jürgen Sonnenberger

Probleme der Vereinheitlichung des Internationalen Familienverfahrensrechts ohne gleichzeitige Kollisionsrechtsvereinheitlichung
Peter Gottwald

Abschaffung des Exequaturverfahrens im europäischen Internationalen Familienverfahrensrecht?
Jean-Pierre Laborde

Brüche zwischen internationaler und europäischer Rechtsvereinheitlichung - Das Beispiel des Internationalen Kindschaftsrechts in der Brüssel IIa-Verordnung
Jörg Pirrung

Kollisionsrechtliche Probleme grenzüberschreitender Adoptionen
Bernhard Pfister

Ein Internationales Familienrecht für Europa - Konturen einer Rom III-Verordnung
Dieter Martiny

Materielles Familienrecht in Europa - Rechtseinheit oder -vielfalt?
Walter Pintens

Europäische Einflüsse im Familienrecht Benins
Ahonagnon Noël Gbaguidi

Entwicklungstendenzen des islamischen Familienrechts
Hilmar Krüger

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