Der Verbrauchervertrag im internationalen Privatrecht
Zum Anwendungsbereich von Artikel 5 des Europäischen Schuldvertragsübereinkommens aus österreichischer und deutscher Sicht

by Leander D. Loacker

Contributions on International Commercial Law
July 2006
XVIII, 263 pages

Publiziert in Zusammenarbeit mit quadis, Frankfurt/Main.

Quanity:



Der Verbrauchervertrag im internationalen Privatrecht
"Der Verfasser spart nicht mit begründeter Kritik und unternimmt auch den beherzten Versuch, den europäischen Gesetzgeber zu einem Umdenken zu bewegen. Alles in allem ist Loackers Werk sehr lesbar und bestens geeignet für alle Wissenschaftler und Praktiker, die mit der Materie zu tun haben."
Dr. Kristin Nemeth in Österr. Anwaltsblatt 01/2008, 43

"Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Verfasser eine gedankenreiche und sehr gut lesbare Dissertation vorgelegt hat, die einen hervorragenden Überblick über die aktuelle Lage des kollisionsrechtlichen Verbraucherschutzes in Österreich und Deutschland gibt. Die Lektüre ist daher nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht von Interesse. Sie kann vielmehr auch jedem Praktiker empfohlen werden, der sich mit den einschlägigen Fragen zu beschäftigen hat."
Prof. Dr. Dirk Looschelders in VersR 2007, 343

"Das Buch sei nachdrücklich jedem zur Lektüre empfohlen, der mit Art. 5 EVÜ zu tun hat."
Dr. Thomas Richter in GPR 4/07, 183


In der Europäischen Gemeinschaft werden Verbraucher bei Vertragsabschlüssen mit ausländischen Anbietern geschützt, indem grundsätzlich das Recht des Verbraucherlandes anwendbar ist und davon abweichende Vereinbarungen nur zu Gunsten des Konsumenten beachtlich sind.



Die zentrale Grundnorm des Europäischen Verbraucherkollisionsrechts bildet Artikel 5 des Europäischen Schuldvertragsübereinkommens (EVÜ). Rechtspolitisch sieht sich die Bestimmung allerdings nicht zuletzt deshalb in hohem Maße Kritik ausgesetzt, weil ihr Anwendungsbereich einerseits zu eng gefasst ist und andererseits selbst innerhalb dieses Bereiches zahlreiche Auslegungsfragen zu klären sind. Die vorliegende Arbeit erörtert die Situation de lege lata und liefert Vorschläge für die künftige Ausgestaltung einer Zentralnorm für die Anknüpfung von Verbraucherverträgen. Der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht (sog. Rom-I-Verordnung) findet dabei bereits Berücksichtigung.

Umfangreiche Nachweise aus österreichischer sowie deutscher Judikatur und Literatur erleichtern den Zugang zur Materie und gewährleisten einen zuverlässigen Überblick über die relevanten Problemkreise. Die ausgewogene und mit zahlreichen Beispielen versehene Darstellung macht das Buch sowohl aus Unternehmer als auch aus Verbraucher gleichermaßen wertvoll. Zahlreiche weiterführende Hinweise auf das einschlägige Sachrecht und ein detailliertes Stichwortverzeichnis erhöhen den Nutzen für den Leser zusätzlich.

Dr. Leander D. Loacker studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und wurde 2005 mit der vorliegenden Arbeit promoviert. Der Autor ist neben seiner Tätigkeit am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Privatversicherungsrecht, Europäisches und Internationales Privatrecht sowie Rechtsvergleichung an der Universität Mannheim auch Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck (Institut für Zivilrecht) sowie Lektor am Management Center Innsbruck (MCI). Darüber hinaus ist er Academic Staff Member einer internationalen Forschungsgruppe zur Vereinheitlichung des Europäischen Versicherungsvertragsrechts (sog Restatement-Group) und ständiger jur. Konsulent einer Rechtsanwaltskanzlei. Zu seinen Schwerpunkten zählen neben dem internationalen Privat- und Verfahrensrecht insbesondere das Privatversicherungs- und Bankrecht sowie Fragestellungen des allgemeinen Vertrags- und Schadenersatzrechts.

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